


Über unsere Pferde und das Westernreiten kamen wir zu unserem ausgefallenen Hobby. Das erste unserer drei Pferde, Askaan, ein Shagya-Araber/New Forest Pony Mix, habe ich nun schon seit 16 Jahren. Damals bin ich noch englisch geritten, bis ich mein Pferd dann in einen Western-Reitstall stellte und dadurch „umsattelte“. Durch die Western-Reiterei wuchs auch das Interesse an allem, was mit „Western“ zu tun hatte und so stieß ich beim Internet-Surfen mal irgendwann auf die Seite von Pullman-City in Eging am See. Wir fuhren dann dort mal hin und fühlen uns dort gleich wie zu Hause. Ich war natürlich von den hübschen Kleidern fasziniert und wollte dann unbedingt zum nächsten Südstaatenball in Pullman, und das natürlich in einem schicken Kleid. Ich habe das Glück, dass meine Tante eine gelernte Schneiderin ist und so sagte ich ihr, wie ich mir mein Kleid vorstellte und so wurde es dann auch genäht. Mein Ex-Mann ließ sich eine Uniform schneidern und dann konnte es los gehen.
Über die Jahre haben wir uns jetzt vermehrt mit der Geschichte vertraut gemacht und sind in das Hobby hineingewachsen. Wir haben viele Freunde unter den Hobbyisten gefunden und so war es für uns klar, dass wir unsere Hochzeit 2002 im Stil eines „Civil-War-Balles“ feiern wollten. Statt Geschenken wünschten wir uns von unseren Gästen, dass sie in entsprechendem Outfit kommen sollten, dass sie sich zum größten Teil von einem Kostümverleih ausliehen, bis auf die Freunde aus Hobbyisten-Kreisen, die über eigene Kleidung verfügten.
Meine Tante nähte mir mein Hochzeitskleid nach meinen Vorstellungen, dass ich jetzt blau eingefärbt habe und so noch weiter tragen kann. An unserer Hochzeit hatten wir genug „geübt“ und so haben wir zusammen mit Angelika und George Huse und Alois Schindler und Hanna Lührs von den Civil-War-Hobbyisten Westmittelfranken im Jahr 2004 unseren ersten historischen Ball in Ansbach organisiert, der sehr gut angenommen wurde. Wir konnten über 100 Gäste in den herrlichen Räumlichkeiten der Orangerie in Ansbach begrüßen. Dies war ein Erlebnis für sich – ich hoffe, dass wir durch unser Hobby noch viele solche schönen Tage mit alten und neuen Freunden verbringen können.
Selbstverständlich bin ich auch weiterhin noch im „normalen“ Westernoutfit von Zeit zu Zeit unterwegs – doch bei passender Gelegenheit „werfen“ ich mich gern mal in Schale.

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